Als Heilsteine zum Kauf angebotene Mineralien

Übersicht über verschiedene Schmucksteine

Heilsteinverkaufsautomat am Ostseestrand

Als Heilsteine oder Gesundheitssteine werden anorganische oder fossile Substanzen, vor allem Minerale bezeichnet, die bei Krankheiten angeblich eine heilende Wirkung haben oder das Befinden verbessern sollen. Diese Effekte sollen nach „Reinigung“ und „Aufladung“ der Heilsteine durch Auflegen auf betroffene Körperteile, Aufstellen größerer Steine, Einlegen in Wasser oder Cremes oder das Tragen am Körper erzielt werden können. Wissenschaftliche Hinweise auf eine Heilwirkung existieren nicht.

Angebliche Wirkung[Bearbeiten]

Nach Meinung von Esoterikern wirken Heilsteine über ihre Farben (siehe Farbtherapie), ihre Form und die in ihnen enthaltenen Mineralien auf den Menschen ein.

Die erste schriftliche Erwähnung über die Verwendung von Heilsteinen stammt aus dem Mittelalter (De Lapidibus des Pseudo-Aristoteles[1]). „Heilsteine“ waren im Mittelalter allerdings eher bestimmte, auffällige Dolmen oder Steindenkmäler, zu denen man heilungssuchend pilgerte.[2] Erst im Zusammenhang mit der New-Age-Welle hat sich der Glaube an heilende Edel- und Schmucksteine im 20. Jahrhundert in der Bevölkerung verbreitet.[3] Die Steinanwendung kann zu den „energetischen“ Methoden der Alternativmedizin gezählt werden.[4] Die Ratgeberliteratur listet zahlreiche Mineralien und deren zugeschriebene Wirkungen auf, meist Quarzvarietäten wie Amethyst, Onyx oder Opal, aber auch Malachit, Hämatit und viele andere.

Tatsächliche Wirkung[Bearbeiten]

Es gibt keine nachweisbare ursächliche oder tatsächliche Wirkung, sondern lediglich die Vorstellung einer Wirkung. Wissenschaftliche Hinweise für eine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirksamkeit von Heilsteinen existieren nicht[5].

Rechtliche Beurteilung von Heilsteinen[Bearbeiten]

Das Landgericht Hamburg befand in einem Urteil vom 21. August 2008 (Az.: 327 O 204/08), dass das Bewerben von Heilwirkungen von Steinen und die Bezeichnung derselben als „Heilsteine“ unlauterer Wettbewerb ist, selbst wenn auf den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis der heilenden Wirkung hingewiesen wird. Begründet wurde das Urteil damit, dass es keine Hinweise auf eine krankheitsvorbeugende oder heilende Wirkung der Steine gebe und eine solche Bezeichnung den potentiellen Kunden irreführe. [6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Kühni, Walter von Holst: Enzyklopädie der Steinheilkunde. AT-Verlag, Aarau bei München, 2003, ISBN 3-85502-935-0.
  • Michael Gienger: Lexikon der Heilsteine. Neue Erde, Saarbrücken, Erstauflage 1996, 8. Auflage 2011, ISBN 978-3-89060-032-1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wissen über Grenzen. Walter de Gruyter, 30 September 2006, ISBN 978-3-11-018998-8 (Zugriff am 8 March 2012).
  2. Handwoerterbuch des deutschen Aberglaubens: Mauer- Pflugbrot. Walter de Gruyter, 1 January 2002, ISBN 978-3-11-006594-7, S. 38– (Zugriff am 8 March 2012).
  3. Folk Healing and Health Care Practices in Britain and Ireland: Stethoscopes, Wands, and Crystals. Berghahn Books, 15 June 2010, ISBN 978-1-84545-672-6, S. 158 (Zugriff am 8 March 2012).
  4. Perspectives on Complementary and Alternative Medicine. Routledge, in association with the Open University, 28 April 2006, ISBN 978-0-415-35161-4, S. 52 (Zugriff am 8 March 2012).
  5. In Defense of Science: Why Scientific Literacy Matters. Government Institutes, 1 November 2010, ISBN 978-1-60590-710-9 (Zugriff am 8 March 2012).
  6. Irreführend: Werbung mit „Heilsteinen“ (2. April 2009)



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